Vertreter russischen Luthertums in der Synode Sachsens

1966 wurde die erste Frau in Sachsen ordiniert. Das war der Grund des Feiergottesdienstes in der Synode der Landeskirche Sachsen, den 8 Pastorinnen gehalten haben. Die Predigt wurde vom Bischof Rentzing mit seiner Frau gehalten. Die Ereigniss wurde vom Theologinnenkonvent beendet, wohin Gaeste aus Polen, Tschechien und Brasilien angekommen waren. Die ELKER qurde von Pastorin Tatjana Schiwoderowa und Pastor Ivan Schirokow vertreten. In der Synode hat man besonders unterstrichen, dass die Einheit der Kirche in der Nachfolge Christi und dem Dienst den Menschen wichtig ist. Im Konvent hat man einen Film ueber die ersten Pastorinnen gezeigt und Vortraege gemacht. Wir danken den Partnern fuer die Einladung zu diesem sehr wichtigen Event, das die Notwendigkeit des Frauendienstes und der Unterstuezung von Maennern gezeigt hat. 

 

Die Segnung des neuen Predigers in der Zentralen Propstei

Am 6. Novemver 2016 fand die Segnung des neuen Predigers der Zentralen Propstei in der Moskauer Kathedrale statt - das war Mitglied der franzoesisch-sprachigen Gemeinde Mamy Rakotonitama. Die Segnung wurde von Erzbischof Brauer gehalten, die Assistenten waren Proepstin Elena Bondarenko, Pastor Viktor Weber und Prediger Artis Petersons. Nach dem Gottesdienst haben Erzbischof Brauer und Gemeindevorsitzender der franzoesisch-sprachigen Gemeinde Jean Oyono die Gemeinde gegruesst, die Jugendlichen der Gemeinde haben ein Festgesang vorgestellt, danach hat man zum von Fara Rakotoarivelo vorbereiteten Buffet eingeladen.

Am Vorabend des Reformationstages

Am 30. Oktober fand die Einfuehrung der neuen Lutherbibel waehrend der Feierliturgie in der evangelischen Emmausgemeinde zu Moskau statt. Auf diese Weise ist das Jubilaeumsjahr der Reformation angefangen. Den Gottesdienst hat Gemeindepfarrerin Aljona Hoffmann gefuehrt. Die Gaeste waren Proepstin Elena Bondarenko, die die Predigt gehalten hat, und Koordinator der Diakonie der ELKER Prediger Artis Petersons, der vom einzigartigen Projekt der ELK Russlands erzaehlt hat - dem Karl-Bluem-Haus fuer Senioren in Kaliningrader Gebiet. Erzbischof Dietrich Brauer hat dieses Haus unter seinen besonderen Schutz genommen. Artis Petersons hat der Emmausgemeinde fuer die Kollektenreihe fuer das Karl-Bluem-Haus gedankt, ueber das 10-jaehriges Jubilaeum des Hauses mitgeteilt und auch alle Gemeindeglieder darum gebeten, mit Sachen dem Obdachlosenprojekt der Moskauer St.Petri-und-St.Pauligemeinde zu helfen. Am Ende des Gottesdienstes hat man eine neue Kollekte fuer das Karl-Bluem-Haus gesammelt.

Sitzung des Kuratoriums

Vom 4. bis 10. Oktober haben Proepstin Elena Bondarenko und Gemeindevorsitzende aus Moskau Maria Frolowa eine Reise nach Cesky Tesin gemacht, wo es Sitzung des Kuratoriums des diakonischen Instituts Interdiak stattfand. Man hat das Programm der Ausbildung und die aktuellen Fragen der modernen evangelischen Diakonie besprochen. Man plannt auch weitere Zusammenarbeit zwischen der ELKER und Interdiak, die schon angefangen hat: in Diskussionen und im Studium der ersten russischen Studentin in Interdiak Natalia Okaschewa (St.Petersburg).

Frauenarbeit in Moskauer Gemeinde ist wieder intensiv nach einer Sommerpause.

Frauentreff ist regelmaessig, findet einmal im Monat statt. Die Frauen besprechen Bibelthemen und aktuelle Glaubensfragen, die sehr wichtig im alltaeglichen Leben der Frauen sind. Das staerkt unsere Gemeindeglieder im Wunsch christlich zu leben und in der Kirche zu dienen. 

Pastorenkonferenz der Evangelisch-lutherischen Kirche im europäischen Russland

Vom 27.-30. September fand in Jewpatorija eine Pastorenkonferenz der Evangelisch-lutherischen Kirche im europäischen Russland statt, die den traditionellen Familienwerten und dem biblischen Familienbild sowie dem Bild von Kirche und Gemeinde in der Heiligen Schrift gewidmet war. Pastoren und Prediger unserer Kirche versammelten sich mit ihren Familien in dieser malerischen Ecke der Halbinsel Krim, um zu arbeiten, sich zu erholen und Gemeinschaft zu haben. Bei der Konferenz gab es Vorträge von Dietrich Brauer, Erzbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Russlands, Stefanie Fendler, Pastorin der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Elisabeth Hintz, Frauenbeauftragte aus Wilstedt, Bradn Buerkle, Beauftragter für das Programm "Bildung für den Dienst", und Elena Bondarenko, Pröpstin der Zentralen Propstei. Die Konferenz wurde besucht von Jurij Gempel, dem Stellvertretenden Vorsitzenden des Komitees für Beziehungen zwischen den Nationen im Staatlichen Rat der Republik Krim, welcher die Konferenzteilnehmer begrüßte und den Wunsch und die Bereitschaft äußerte, die lutherischen Gemeinden der Krim zu unterstützen. Im Rahmen der Pastorenkonferenz fand eine außerordentliche Sitzung der Synode statt, bei der die Delegierten für die Generalsynode gewählt wurden. Außerdem wurde dort Jekaterina Kreimer als Koordinatorin der Kinderarbeit in der Evangelisch-lutherischen Kirche im europäischen Russland und Artis Petersons als Koordinator der diakonischen Arbeit in der Evangelisch-lutherischen Kirche im europäischen Russland bestätigt. Beim Abschlussgottesdienst wurden die beiden KoordinatorInnen von Dietrich Brauer, Erzbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Russlands, für ihren Dienst gesegnet. Zum Abschluss der Konferenz besuchten Vertreter der Kirchenleitung die evangelisch-lutherische Gemeinde in Jewpatorija und das deutsche Kulturzentrum "Ludwigsburg". Die Evangelisch-lutherische Kirche im europäischen Russland unterstützt die Gemeinden der Krim und hält dabei Kontakt mit der Deutschen Evangelisch-lutherischen Kirche der Ukraine. Die Lutheraner überwinden politische Grenzen und beten gemeinsam um Frieden, was auch die Pastorenkonferenz der Evangelisch-lutherischen Kirche im europäischen Russland zeigte.

VOM 9.-19. SEPTEMBER BESUCHTEN ERZBISCHOF DIETRICH BRAUER UND SEINE GATTIN DIE PARTNERKIRCHEN IN DEN USA.

Im Rahmen des Besuches fanden ein Treffen mit der Leitenden Bischöfin Elizabeth Eaton und mit dem Bischof der Staaten Missouri und Kansas Roger Gustafson sowie Besuche in den Hauptquartieren der lutherischen Kirche (in Chicago) und der presbyterianischen Kirche (in Louisville) statt.

Erzbischof Dietrich Brauer lernte die Leiter verschiedener Richtungen der kirchlichen Arbeit kennen, führte Gespräche mit den Leitern von Bildungseinrichtungen und hielt Präsentationen über die lutherische Kirche Russlands und Predigten. Besonders wurden die vorhandenen Partnerschaften zwischen den Kirchen betont. Speziell wurde die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Propstei Fernostrussland sowie die Unterstützung des Bildungsprojekts „Bildung für den Dienst“ hervorgehoben.

Höhepunkt der Reise war eine Konferenz des „Missionsnetzwerks Russland“ (Russia Mission Network), bei der die langjährigen ökumenischen Verbindungen zwischen den Gläubigen in den USA und in Russland behandelt wurden und auch für deren Festigung und Entwicklung gebetet wurde.

Im Rückblick auf den Besuch möchten wir die Wärme und Herzlichkeit hervorheben, mit der die Begegnungen in den USA organisiert wurden, und Ellen und Alan Smith herzlich für die hervorragende Organisation der Reise danken.

Jubiläum in Sadoroschje

Vor 10 Jahren wurde im Ort Sadoroschje, Rayon Osjorsk, Gebiet Kaliningrad, ein ungewöhnliches Haus eröffnet. Hier konnten ältere Menschen unter Aufsicht von medizinischem Personal und der evangelisch-lutherischen Kirche Russlands wohnen. Die erste Direktorin des Karl-Blum-Wohnheims war Pastorin Tatjana Petrenko. Zehn Jahre sind vergangen, und am 17. September 2016 lud das Wohnheim wieder Gäste zu einem Fest ein. Viele Gäste waren bei der Eröffnung des Wohnheims anwesend: Heye Osterwald, der die Idee und Inspiration zu diesem Projekt hatte und weitergab, Pastor Thomas Passauer, Baron von der Leyen als Vertreter der Johanniter, Vertreter der Rayons- und der Stadtsiedlungsverwaltung von Osjorsk, Vertreter der Erzbischofskanzlei der Evangelisch-lutherischen Kirche Russlands (Pröpstin Elena Bondarenko und Prediger der Zentralen Propstei Artis Petersons) sowie Igor Ronge, Propst der Propstei Kaliningrad, und Pastoren und Mitarbeiter der Propstei. Das Festprogramm wurde geleitet von Irina Mitrochina, Direktorin des Karl-Blum-Wohnheims. Kinderchöre und Tanzgruppen des Rayons Osjorsk erfreuten die Gäste und Bewohner des Wohnheims mit einem Konzertprogramm. Die Mitarbeiter des Wohnheims hatten sich sehr angestrengt, um die Gäste und Bewohner mit einem überwältigenden Buffet zu verwöhnen. Das Jubiläum war ein guter Anlass für Begegnungen von alten Freunden aus Deutschland und Russland. Alle Gäste äußern die Hoffnung und den Wunsch, das Karl-Blum-Wohnheim möge noch lange und gesegnet weiterarbeiten! Herzlichen Glückwunsch!

Treffen mit Vera und Martin Gast-Kellert in Kaliningrad.

Vera und Martin sind in die Kaliningrader Propstei als Gaeste fuers Jubilaeum des Karl-Bluem-Hauses angekommen. Das Treffen war eine besondere Freude, weil sie mehrere Jahre verschiedene Projekte der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europaeischen Russlands unterstuetzt haben. Waehrend 4 Tage der Unterhaltung mit ihnen hat es geklappt viele interessante Orte von Ost-Preussen zu besuchen, die neue Gedanken und Plaene begeistert haben.

Pfarrkonvent der Zentralen Propstei

6. September, Moskau. Nach einer Pause hat Pfarrkonvent der Zentralen Propstei der ELKER in Moskauer Kathedrale stattgefunden. Zurzeit besteht das Konvent aus Proepstin, zwei Pastoren und Prediger. An diesem Treffen hat auch Gast - Pastor Andrej Dschamgarow aus Saratow - teilgenommen. Die Pastoren haben die Frage der Restaurierung und der Rueckgabe der Jaroslawler Kirche, aktuelle Probleme der Gemeinden und das Kathechetenprogramm der Propstei besprochen.

Wiedergeburt der Jaroslawler Kirche

In der Gemeinde zu Jaroslavl gibt es eine frohe Nachricht: der langerwartete Remont der Fassaden der Kirche naehert sich zu Ende. Dank dn Schatz der Stadten Versuchen des Gemeindepfarrers Ivan Schirokov und seiner Baubrigade ist Jarosrawler Kirche zum wahre geworden. Das Gebaeude hat die zweite Geburt nach vielen Jahren des Chaos und der Nutzung von Gebaeude ausser gottesdienstlichen Zielen ueberlebt. Endlich koennen die Einwohner der Stadt und die Gaeste die Jaroslawler Kirche, ihre Interiere und Architektur, auch die schoene Musik der Orgel geniessen. Unsere Kirche ist das einzige Gemeindehaus der westlichen christlichen Tradition in Jaroslawler Gebiet. Wir hoffen dass unsere Kirche zum Teil aller Ausflugsmarchrouten der aeltesten Stadt an der Wolga wird.

Sommerkurs in Nowosaratovka

Vom 15. bis 31. August finden Fernkursen am Theologischen Seminar in Nowosaratowka statt. Das Thema des Sommerseminars ist "Dienst in der Kirchengemeinde". Die meisten Dozenten in diesem Kurs sind die Absolventen von Nowosaratowka: Pastor Igor Schurawlew (Welikij Nowgorod), Proepstin Elena Bondarenko (Moskau), Pastorin Elvira Schejds (Sankt-Petersburg), Pastor Gleb Piwowarow (Krasnojarsk) und natuerlich Rektor des Theologischen Seminars Pastor Anton Tikhomirow. Aus Moskau sind drei Teilnehmer angekommen: Koordinatorin der Oeffentlichkeitsarbeit Julia Winogradowa, Jugendleiter Wlad Telegin und Prediger Artis Petersons. Alle drei studieren Theologie, sind aktiv in der Kirche und bereiten sich zum weiteren Pfarrdienst vor.

"Visitation der Gemeinden auf der Krim"

Vom 13.-15. August besuchte Erzbischof Dietrich Brauer die evangelisch-lutherischen Gemeinden auf der Krim. Vom 13.-15. August besuchte Erzbischof Dietrich Brauer die evangelisch-lutherischen Gemeinden auf der Krim; außerdem fand im Rahmen der Visitation ein Treffen mit dem auf Initiative der Gemeinden selber kürzlich neu gegründeten Kirchengemeinderat der Krim statt. Das Programm des Besuchs war sehr reichhaltig. Am 14. August gab es einen Festgottesdienst in der Gemeinde der Stadt Koktebel, bei dem Vertreter aller Gemeinden der Krim anwesend waren. In diesem Gottesdienst wurde Schwester Ludmila Gomsikova aus der Gemeinde in Feodosia für das Predigeramt gesegnet. Außerdem wurde Pastor Sergej Matjuch für den Beginn seines Pastorendienstes in den Gemeinden der Krim gesegnet. Einige Wochen vorher war Sergej auf der Krim umgezogen, um als Pastor in den örtlichen Gemeinden zu dienen. Die offizielle Amtseinführung des Pastors soll später stattfinden. Seit einigen Jahren befinden sich die Gemeinden der Krim nun schon im neuen legislativen Raum der Russischen Föderation. Das und vieles Andere konnten die versammelten Vertreter des Kirchengemeinderates der Krim an diesem Tag mit Erzbischof Dietrich Brauer und Propst Sergej Maramsin erörtern. Wir bitten alle um Gebet für die neuen Amtsträger in den Gemeinden der Krim. 

Text: Rimma Milovanova

CHRISTLICHE FAMILIENFREIZEIT AUF DEM BAUERNHOF

Vom 1.-10. August fand eine christliche Familienfreizeit in der Nähe von Sterlitamak (Baschkirien) statt. Die Altersspanne war sehr groß: von 3 bis 80! Veranstaltungsort war der Bauernhof von Sergej Saida. Bis in die 1980er Jahre existierte an diesem Ort das Dorf Alexandro-Wolynkowka, in dem lutherische Familien lebten. Jetzt erinnert daran nur noch der Dorffriedhof. Sergej Saida, der Besitzer des Bauernhofes, hat den Wunsch, das Dorf wiederherzustellen. Mit vier Autos fuhren sie innerhalb von dreizehn Stunden 650 Kilometer mit kurzen Pausen. Die Teilnehmer der Freizeit wurden in Zelten auf dem Grundstück des Bauernhofes untergebracht, wo ein Karpfenteich zur großen Attraktion wurde. Das Thema der Familienfreizeit war der Vers „Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen“ (Ps 27:13). Die von Vladimir Provorov, Pastor der St. Mariengemeinde in Uljanowsk, gehaltenen Bibelstunden waren dem Glauben und Leben Abrahams sowie der Bergpredigt gewidmet. Sie wechselten sich mit Baden im Teich und Fahrten durch die Republik ab. Als Fremdenführer und Instrukteur in den Bergen fungierte Sergej Holzwerth, Propst der Propstei Baschkirien. Er brachte den Freizeitteilnehmern bei, Berge zu besteigen, in Höhlen hinabzusteigen, mit dem Auto Bergbäche an Furten zu durchqueren, Kessel voll schmackhaften Essens auf dem Lagerfeuer zuzubereiten und zu reiten. Und, was das Wichtigste ist: An sich selbst zu glauben – daran, dass man das kann. Die Urlauber erstiegen einen 700 m über dem Meeresspiegel gelegenen Berg und besuchten dort die „Bärenhöhle“, badeten im kalten Fluss Sigan, hielten sich im Kurort Krasnousolsk auf und tauchten in heilige salzige Quellen ein. Außerdem wurden sie in die Eiszeit versetzt, und zwar in der Kinderlin-Höhle (Höhle „Pobeda/Sieg“), in der auch an den heißesten Tagen Eis liegt, badeten im warmen Bergfluss Silim, die Mutigsten tauchten in den wunderschönen Eisigen Goluboj(„Himmelblauer“)-See ein, sie besuchten eine Imkerei und eine Farm mit Kühen, Pferden, Gänsen, Puten und Kaninchen, stiegen auf den Kahlen Berg, einen Einzelberg in der Nähe von Sterlitamak, und ritten auf Pferden. Alle Kinder verschieden Alters fanden sofort eine gemeinsame Wellenlänge – sowohl beim Baden als auch beim Spielen und Lernen – letzteres wurde für sie von Svetlana und Inna aus Ufa und Nadeshda Patruschewa aus Uljanowsk organisiert – als auch beim Füttern der Tiere auf dem Bauernhof und beim Helfen im Gemüsegarten. An der Freizeit nahmen mehr als 40 Personen aus den Gemeinden in Sterlitamak, Ufa, Uljanowsk, Orenburg, Kasan und Moskau teil. Text: Natalja Kabardina

IM VORFELD DES 500JÄHRIGEN REFORMATIONSJUBILÄUMS

Zum Reformationsjubliäum bereitet die Evangelisch-Lutherische Kirche ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vor. Viel Hilfe leistet dabei die Stadtverwaltung von St. Petersburg. Zurzeit wird mit staatlicher Hilfe die Engelstatue auf dem Dach der St- Petri- und Paulikathedrale restauriert. Mit finanzieller Unterstützung vom Komitee für Presse und Interaktion mit den Massenmedien wurde eine Sonderauflage von Edith Müthels Buch „Ich erinnere mich. Von Petrograd nach Petersburg über das Wolgagebiet und Sibirien – Schicksal einer Pastorentochter“ herausgegeben. Am 10. August besuchte Erzbischof Dietrich Brauer die Autorin dieser Erinnerungen, Edith Emiljewna Müthel, 96 Jahre alt und Mitglied der St. Annen- und Petrigemeinde in St. Petersburg, und händigte ihr die Autorenexemplare des wiederaufgelegten Buches aus. Am selben Tag fand ein Treffen in der Abteilung der St. Petersburger Gouverneursverwaltung für Beziehungen zu religiösen Einrichtungen statt. Der Leiter der Abteilung Vladimir Ivanov und seine Mitarbeiter informierten den Erzbischof Dietrich Brauer und die Verwalterin der Erzbischofskanzlei Marina Chudenko über Möglichkeiten, die für Oktober geplanten Konferenzen und Jubiläumsfeierlichkeiten zu unterstützen. Erzbischof Brauer dankte Vladimir Ivanov und Olga Potapova für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Mitteilung der Erzbischofskanzlei

Am 31. Juli 2016 fand Visitation der evangelisch-lutherischen Gemeinde zu Jaroslawl

Am 31. Juli 2016 fand Visitation der evangelisch-lutherischen Gemeinde zu Jaroslawl von Proepstin Elena Bondarenko, Prediger Artis Petersons und ehrenamtlichen Mitarbeiter Tillmann Zeeb statt. Im Kirchengebaeude geht Remont weiter, man baut den Eingang wieder. Die Gemeinde ist begeistert, weil die Kirche noch schoener wird, und die am 4. Oktober 2015 von Erzbischof Brauer eingeweite Orgel die Gemeindeglieder und Gaeste mit ihrer Musik freut.

Der Gottesdienst in St.Petri-und-St.Paulikathedrale mit der Teilnahme von Kindern aus Sachsen!

Reise Evangelisch-Lutherischen Französisch sprechenden Gemeinde in Moskau nach St. Petersburg .

Die ganze Woche haben die Mitglieder der franzoesisch-sprachigen Gemeinde zu Moskau am Theologichen Seminar in Novosaratovka verbracht, woher es so leicht Ausfluege nach Petersburg und Viipuri zu tun war. Die Reise hatte einen missionarischen Charakter: die Gemeinde hat in der Petrikirche und schwedischen Katharinenkirche gesungen, es gab Morgen-und-Abendgottesdienste, und am Ende der Reise hat sich die Gemeinde fuer Liturgie mit der Hl. Abendmahl gesammelt. Vielen Dank allen Organisatoren: an Prediger Artis Petersons, Diakon Mamy Rakotonitama. Chef-Koch Tuki, Koordinatorin der Jugendarbeit Fara und ihren Kindern! 

Elena Bondarenko, Pastorin der Gemeinde.

Besuch ins Karl-Bluem-Pflegehaus

Am 30. Juni 2016 haben Proepstin Elena Bondarenko und Prediger Artis Petersons die von Moskauer Gemeinde und Privatpersonen gespendeten Sachen und auch Kollekten von Botschafts-Emmausgemeinde zu Moskau an Karl-Bluem-Haus ueberreicht. Direktorin des Hauses Irina Mitrokhina hat die Gaeste begruesst und von Sorgen und Freuden des Hauses erzaehlt. Unter den Geschenken gab es ein langgewartetes Tablett fuer Bewohnerin des Hauses Natalia - sie hat aufs Tablett 2 Jahre gewartet! Endlich wurde der alte Traum erfuellt. Dank der Zusammenarbeit mit der Kaliningrader Propstei und Propst Ronge werden solche Begegnungen moeglich, das macht Freude den Mitarbeitern und Bewohnern des Hauses und auch Bruedern und Schwestern aus den anderen Propsteien.

Karl-Bluem-Haus im Dorf Sadoroschje Kaliningrader Gebiet ist ein ungewoehnliches Haus.

Karl-Bluem-Haus im Dorf Sadoroschje Kaliningrader Gebiet ist ein ungewoehnliches Haus. Zurzeit ist es das einzige lutherische Seniorenheim in Russland. Sehr bald werden Mitarbeiter und Bewohner des Hauses das 10. Jubilaeum der Eroeffnung des Hauses feiern. 2006 hat die feierliche Einweihung des Hauses stattgefunden, die Pastoren, die damals fuer das geistige Leben und Seelsorge des Hauses verantwortlich waren, waren Dietrich Brauer und seine Frau Tatjana Petrenko.

Karl-Bluem-Haus ist ein sehr wichtiger Ort. Das ist das Diakoniezentrum der Propstei und auch eine wichtige Einrichtung fuer die ganze Evangelisch-Lutherische Kirche Russlands. Das Haus wird von Pastorin Elena Kurmischowa (Gussew/Gumbinnen) besucht. Ab 2015 hift die ev.-luth. Gemeinde zu Moskau dem Hause, eine weitere Zusammenarbeit auf dem Niveau der ganzen Kirche wird geplannt.

Am 5. Mai 2016 wurde Karl-Bluem-Haus von Gaesten aus Moskau - Elena Bondarenko und Artis Petersons - zusammen mit Pastorin Elena Kurmischowa besucht. Die Gaeste haben Hilfe von Vorsitzenden der Moskauer Gemeinde Maria Frolowa gebracht. Prediger Artis Petersons hat Gottesdienst mit der Predigt gehalten. Die Senioren waren froh, haben gerne Lieder gesungen und sich unterhalten. Die Bewohner der Hauses haben sich sehr und grenzlos gefreut: neue Kleidung, Suessigkeiten und Waerme. Die Mitarbeiterinnen des Hauses waren auch nicht ohne Geschenke, sie haben neue Uniforme bekommen. Jeder Bewohner des Hauses und jede Mitarbeiterin haben ein angenehmes und suesses Geschenk und Ostersuessigkeiten bekommen.

Wir hoffen, die Hilfe der Kirche an Karl-Bluem-Haus geht auch weiter und wird zum Impuls fuer die Belebung des diakonischen Dienstes in der ELK.

Der 9. April 2016 ist ein wichtiger Tag im Leben der Zentralen Propstei der ELKER und besonders der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Kostroma.

Die Ereignisse und Begegnungen dieses Tages sind nicht nur von regionaler, sondern auch von gesamtkirchlicher Bedeutung.

Es gab ein Treffen einer Delegation der Evangelisch-lutherischen Kirche (Einars Alpe, Bischof von Daugavpils, Pröpstin Elena Bondarenko, Prediger Artis Petersons und Evgenij Fleimann, Vorsitzender der lutherischen Gemeinde in Kostroma) mit Bischof Ferapont von Kostroma und Galitsch, dem Vorsteher des russisch-orthodoxen Bistums Kostroma. Das Treffen verlief in einer freundschaftlichen Atmosphäre; die Teilnehmer erörterten Fragen, die für jede der beiden Seiten bedeutsam sind, die Erhaltung der traditionellen Werte sowie Fragen der weiteren Zusammenarbeit. Später führte Priester Georgij Andrianov, Rektor des Geistlichen Seminars Kostroma, die Gäste durch das Gebäude, zeigte ihnen die Kirche des Seminars und die Bibliothek, die reich an bemerkenswerten Exemplaren ist. Das Seminar gibt eine eigene Veröffentlichungsreihe "Ipat'evskij Vestnik" heraus, in der es eine Menge interessante Artikel zur Geschichte der Kirche in Russland, zur Theologie und zu Fragen der praktischen Theologie zu lesen gibt.

Die evangelisch-lutherische Gemeinde von Kostroma hat eine reichhaltige Geschichte; historisch bestand sie hauptsächlich aus Letten, es gab in ihr aber auch Russlanddeutsche, Schweden, Esten und Holländer. In dieser Hinsicht setzt Bischof Alpes Besuch eine historische Kette im Leben der Gemeinde fort, da sogar der kürzlich eingesegnete Prediger der Gemeinde Kostroma, Artis Petersons, aus Daugavpils stammt.

Der Besuch von Bischof Alpe steht zeichenhaft für die Wiedererstehung der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Kostroma, da er ein Zeichen dafür ist, dass die Gemeinde lebt, die internationale Gemeinschaft interessiert und auch am Leben der Stadt und des Gebietes teilnimmt. Der Kirchenvorstandsvorsitzende der Gemeinde Kostroma zum Beispiel ist Professor E.A. Fleimann aus der Staatlichen Universität.

Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Kostroma gehört zur Zentralen Propstei der ELKER, deren Zentrum Moskau ist. Der Moskauer Gemeinde ist das Schicksal der Lutheraner in Kostroma nicht gleichgültig, sie leistet ihnen verschiedenartige Hilfe, organisiert Veranstaltungen, darunter auch Ausflüge. Außerdem wird die historische Verbindung zur evangelisch-lutherischen Gemeinde in Jaroslawl aufrechterhalten, deren Pastor Ivan Schirokov regelmäßig gemeinsam mit Elena Bondarenko, Pröpstin der Zentralen Propstei, und Artis Petersons, Prediger der Zentralen Propstei, an Visitationen der Gemeinde teilnimmt.

Fotos: Russich-orthodoxes Bistum Kostroma und Elena Bondarenko.

Vom 1.-5- März 2016 hatte die Moskauer Kathedralgemeinde Besuch von einer Mitarbeiterin des Gustav-Adolf-Werks in Württemberg, die die Frauenarbeit vertritt: Frau Doris Grohs.

 Das Besuchsprogramm für Moskau wurde von Konfirmanden von 2015 zusammengestellt, und zwar von Elena Medwedjewa, die im Chor der Kathedrale singt, und Wladislaw Telegin, dem Koordinator der Jugendgruppe in der Moskauer Gemeinde. Am 4. März half Frau Grohs bei der Vorbereitung auf den Weltgebetstag in Moskau mit, und abends las sie im Gottesdienst zum Weltgebetstag zusammen mit Artis Petersons, Prediger der Zentralen Propstei, eine Stelle aus Jesaja vor. Julia Winogradowa, Koordinatorin der Öffentlichkeitsarbeit der Kathedrale, sprach zusammen mit Frauen aus der Gemeinde das Große Kirchengebet, wie es auf Kuba verfasst worden war (Thema des Weltgebetstagsgottesdienstes 2016 war Kuba). Frau Grohs betonte, dass das eine ausgezeichnete Möglichkeit für sie war, zu sehen, wie der Weltgebetstag in Moskau gefeiert wird, und bemerkte, dass der Gottesdienst besonders schön und festlich war.

Die Übersetzung des Textes: Ruth Stubenitzky

 

 Besuch in Smolensk

Ein Teil des  Chors der Moskauer Gemeinde, unsere Proebstin und  unser Freiwilliger besuchten die Gemeinde in  Smolensk am 12. Oktober 2014. Nachdem wir vom Bahnhof abgeholt wurden, machten wir noch einen kleinen Rundgang durch das herbstliche Smolensk. Wir besuchten auch die lutherische Kirche, die sich aber zurzeit noch im Besitz der Stadt befindet.   Vor der Kirche sang unser Chor zwei  Lieder, was neugierige Passanten dazu brachte anzuhalten und zuzuhoeren.  Nach einem gemeinsamen Mittagessen machten wir uns auf den Weg zur baptistischen Kirche, in der momentan der Gottesdienst der lutherischen Gemeinde stattfindet.  Es waren viele Gemeindemitglieder aus Smolensk gekommen ,  um gemeinsam das Abendmahl zu feiern.  Unser Chor sang viele neu einstudierte Lieder und begeisterte die Menschen.  Eine Gruppe aus Smolensk hatte noch ein Herbstgedicht auf Deutsch vorgetragen.  Zum Schluss uebergaben wir  mitgebrachte Buecher an die Gemeinde.  Darunter waren auch viele Bibeln, die dankend angenommen wurden. 

Erzbischof der ELK gewählt: Dietrich Brauer.


Die 4. Generalsynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland tagte vom 17.-19. September 2014

 

St. Petersburg. Die 4. Generalsynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland tagte vom 17.-19. September in St. Petersburg im Theologischen Seminar der ELKRAS in Nowosaratowka. Am Vortag der Sitzung, dem 16. September, fand ein Besuch einer Delegation des Lutherischen Weltbundes (LWB) unter Leitung von Generalsekretär Martin Junge beim neugewählten Gouverneur der Stadt St. Petersburg Georgij Poltavčenko statt; während des Treffens wurden Möglichkeiten für die Zusammenarbeit von Kirche und Stadt bei der Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 erörtert.

Der Wahlspruch der Sitzung des höchsten Gremiums der Kirche lautete: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,19-20).

 

Das wichtigste Ergebnis der Arbeit der Generalsynode war die Wahl des Erzbischofs der ELK in Russland. Gewählt wurde Dietrich Brauer, der schon zwei Jahre lang das Amt des Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland mit dem Amt des kommissarischen Erzbischofs der ELK in Russland verbunden hatte. Zum Stellvertreter des Erzbischofs wurde Propst Vladimir Proworow ernannt.

 

Die Sitzungen der Synode zeichneten sich durch die Anwesenheit ausländischer Gäste aus den Partnerorganisationen aus: dem Lutherischen Weltbund, dem Gustav-Adolf-Werk, dem Martin-Luther-Bund, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Finnland und der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in Deutschland.

Am ersten Arbeitstag der Synode waren Grußworte von ökumenischen Gästen aus der Russisch-Orthodoxen Kirche, der Römisch-Katholischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche des Ingermannlandes, der Russischen Vereinigten Bundes der Christen Evangelikalen Glaubens (Pfingstler) sowie vom Generalkonsulat Deutschlands in St. Petersburg zu hören.

 

Den Hauptvortrag zum Thema „Der Missionsauftrag der Kirche heute“ hielt der Generalsekretär des LWB Martin Junge; am Anfang seiner Rede betonte er: „Sie denken nicht allein über diese prinzipiellen Fragen nach. Weit jenseits des Wirkungsbereiches Ihrer Kirche denken auch andere Kirchen darüber nach, wozu sie berufen sind und was sie in ihrem Kontext anzubieten haben.“ In der Diskussion zum Vortrag bemerkte Pastorin Olga Temirbulatowa: „Wir sind ein Teil der weltweit verbreiteten lutherischen Kirche. Die Leitung unserer Kirche muss sich ernsthaft mit den Wechselbeziehungen zu den Regierungsstrukturen und zur Russisch-orthodoxen Kirche befassen. Das ist eine notwendige Voraussetzung für unsere Mission. Wenn wir einen bestimmten Status in der Gesellschaft haben, können wir vor Ort anders arbeiten.“

 

Die Generalsynode fand am 19. September ihren Abschluss in einem Festgottesdienst in der St. Petri- und Pauli-Kathedrale, in dem Erzbischof Dietrich Brauer für seinen Dienst eingesegnet wurde. Auch Propst Vladimir Proworow wurde für den Dienst als Stellvertreter des Erzbischofs und Pastor Bradn Buerkle für den Dienst als Bildungsprojektleiter eingesegnet.

 

Dietrich Brauer wurde am 3. Januar 1983 in Wladiwostok geboren. Von 2001 – 2005 studierte Dietrich Brauer am Theologischen Seminar der ELKRAS in Nowosaratowka. Von 2005-2010 tat er Dienst als Pastor in der Region Gussew (Gumbinnen) in der Propstei Kaliningrad. Im März 2010 wurde Dietrich Brauer zum bischöflichen Visitator der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELK ER) ernannt. Am 11. März 2011 wurde Dietrich Brauer auf der Sitzung der XVIII Synode der ELK ER zum Bischof der ELK ER gewählt. Dietrich Brauer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die Amtseinführung des Erzbischofs der ELK Dietrich Brauer wird in den nächsten Monaten in Moskau stattfinden.

 

Mitteilung der Erzbischofskanzlei

Jubilaeum der Kirche in Samara

 

Vom  19. bis zum 21. September 2014 fand die Jubilaeumsfeier der lutherischen Kirche in Samara statt, die ihr 160-jaehriges Bestehen feiert. Es ging los am Freitag mit der Eroeffnung der Konferenz im Jugendkongresszenrtrum in Samara, bei der sowohl geistliche als auch weltliche Vertreter anwesend waren. Dekan Soeren Schwesig begruesste die Teilnehmer herzlich. Es gab viele interssante und spannende Vortraege, wie z.B. des Direktors des Theolgischen Seminars. Am Abend gab es ein Konzert in der St. Georg Kirche. Der Gouverneur der Stadt und Vertreter der Stadtverwaltung ueberbrachten Gruesse und Glueckwuensche. Die Konferenz wurde am Samstag fortgesetzt. Referenten waren diesmal z.B. die Proebstin der Zentralen Probstei Elena Bondarenko  mit ihrem Vortrag „Weltliche und geistliche Macht im Bibeldiskuss“ oder der Vortrag des Predigers Brand aus Toljatti „Macht, Kirche und Bibel“.  Abends gab es dann noch ein gemeinsames Schachlickessen an einer langen Tafel im Hof der Kirche. Alle Gaeste, darunter viele aus Deutschland, kamen hier ins Gespraech bei diesem gemuetlichen Beisammensein. Am Sonntag fand der Festgottesdienst statt. Hier wurde feierlich die Gruendung der Probstei Samara bekanntgegeben und Olga Timirbulatowa offiziell in das Amt der Proebstin eingefuehrt.

Oekumenische Begegnung der Frauen in Moskau

Vom 3. bis 9. September 2014 fand oekumenisches Treffen der Frauen aus Halle, Berlin und Moskau in Rahmen der Frauenarbeit der ELKER und dank der Unterstuetzung der Frauenarbeit GAW statt. Evangelische und katholische Frauen haben daran teilgenommen, in Rahmen dieser Begegnung haben die Teilnehmerinnen Martha-und-Mariakloster in Moskau besucht und sich mit Schwestern aus der Russischen Orthodoxen Kirche unterhalten. Die Begegnung umfasste Bibelarbeit fuer die Frauen aus Moskauer Gemeinde und aus Deutschland, gemeinsame Gespraeche und Spaziergaenge. Fuer Moskauer Gemeinde fand sich so ein Treffen zum ersten Mal statt. Es gefiel allen und bereicherte unsere Frauenarbeit in der Zentralen Propstei der ELKER. Zum Schluss haben die Gaeste am Gottesdienst mit Abendmahl in der Kathedrale und Schulanfangfest teilgenommen.


Elena Bondarenko

Koordinatorin der Frauenarbeit der ELKER

Besuch des Martha und Maria Klosters 

Am 4. September besuchten wir zusammen mit einer Gruppe von deutschen Frauen aus Halle das orthodoxe Martha und Maria Kloster in Moskau. Es war das erstemal, dass eine Gruppe unserer Gemeinde in eine Einrichtung der orthodoxen Kirche hier in Moskau eingeladen wurde. Schwester Seraphinam gab uns eine Führung durch die verschiedenen Räume der diakonischen Einrichtung und Elena übersetzte für uns ins Deutsche. Das Kloster wurde 1909 von Elisabeth von Hessen- Darmstadt gegründet, man kümmerte sich damals um Waisen, Bedürftige und Kranke, die in dem dazugehörigen Krankenhaus unentgeltlich behandelt wurden. Heute ist es nach wie vor ein Zentrum für wohltätige Arbeit. Von hier aus wird die Freiwilligenarbeit in Moskau koordiniert, Obdachlose erhalten Hilfe und es ist eine erste Anlaufstelle für Flüchtlinge. Zudem gibt es einen Kindergarten für invalide Kinder. Auch Kindern mit Kinderlähmung wird hier in den mordernen Behandlungsräumen geholfen. Eine weitere Aufagabe der Schwestern ist das sammeln von Spenden von Sponsoren, um manche Behandlungen zu finanzieren. Nach der spannenden Führung, die keine Fragen offen lies, wurden wir noch zum Tee eingeladen. Hier kam man ins Gespräch und tauschte sich aus. Wir wollen uns nocheinmal ganz herzlich für die Gastfreundlichkeit und die tolle Führung bedanken! Hoffentlich wird es in Zukunft noch weitere solcher Begegnungen geben.

Valentin Braunger

Freiwilliger der Moskauer Gemeinde 

Von Sibirien nach Tschernjakhowsk

Vom 28. bis 31. August 2014 fand sich das Theologinnenseminar in Rahmen der Frauenarbeit der ELKER in Kaliningrader Propstei statt. Die Pastorinnen, Predigerinnen und Kirchenmitarbeiterinnen haben sich in Swetlogorsk (Rauschen) am Ostseeufer zum vierten Mal versammelt. Das erste Seminar fand 2010 in Erfurt statt, 2011 – in Samara, 2012 – in Kasan. Die Referentin des Seminars ist Christina Schnepel traditionell gewesen. Christina Schnepel ist Pfarrerin des deutschen Botschaftsgemeinde in Moskau. Die Teilnehmerinnen dieser Begegnung aus Moskau, Samara, Togliatti, Kasan, Baku, Krasnojarsk, St.Petersburg und Kaliningrad haben die Bedeutung des reformatorischen Durchbruchs von M.Luther fuer die Kirchenseelsorge besprochen und auch an Veranstaltungen der Kaliningrader Propstei teilgenommen. Zum ersten Mal nahmen Sofia Tikhomirowa und Swetlana Jantschurkina an Pastorinnenseminar teil, sie wurden am 24. August ordiniert. Die Koordinatorin des diakonischen Dienstes der ELKER Vikarin Elena Kurmischowa ist auch nach Swetlogorsk gekommen, die in zwei Monaten ihr Praktikum in Samara beendet und ihren neuen Dienst in Gemeinde zu Gusew und Karl-Bluem-Haus in Kaliningrader Propstei anfaengt. Der Rat der Kaliningrader Propstei hat die Kandidatur von Elena Kurmischowa bestaetigt, am 31. August hat sie Gusew besucht, um den neuen Ort des Dienstes kennenzulernen. Die Theologinnen haben auch die Synode der Kaliningrader Propstei am 30. August unterstuetzt. Die Praesidentin der Synode der ELKER Olga Temirbulatowa hat die Teilnehmer der Propsteisynode begruesst und Morgenandacht gehalten, in ihrer Predigt hat sie akzentiert, dass wir alle berufen sind, zu dienen, wo Gott uns gepflanzt hat, wie wilde Nelken unter Dornen. Nach der Propsteisynode, wo man drei neue Dienerinnen in der Propstei (S.Tikhomirowa, S.Jantschurkina, E.Kurmischowa) vorgestellt haben, hat sich Lektorenseminar in der Auferstehungskirche stattgefunden. Die Theologinnen der ELKER haben Lektorenseminar unterstuetzt. Lektoren sind Gemeindeglieder der kleinen Gemeinden auf dem Lande, ohne Pastoren, denen das Wortgottesdienst anvertraut ist. Sie lesen die von Pastoren geschriebenen Predigte und halten Liturgien ohne Abendmahl. Das Lektorenseminar wurde von Proepstin der Zentralen Propstei Elena Bondarenko und Pastor Thomas Passauer aus Berlin durchgefuehrt. Pastor Thomas Vieweg, der jetzige stellvertretende Propst der Kaliningrader Propstei, hat die Theologinnen sehr warm empfangen, ihnen die Auferstehungskirche gezeigt und zu Mittagessen eingeladen. Die besondere Freude des Seminars war Geburtstag der Predigerin zu Pokhwistnewo (Samaraer Propstei) Paulina Kaiser. Die Schwestern und Brueder, die sich an diesem Tag in der Auferstehungskirche gesammelt haben, haben ihr zu Geburtstag gratuliert. Das Theologinnenseminar in Kaliningrader Propstei ist ein sehr intensives Seminar gewesen, es war eine tiefe Teilnahme am Alltag der Kaliningrader Propstei. Die Teilnehmerinnen des Theologinnenseminars haben die Propsteiarbeit mit ihrer Anwesenheit, lebendigem Interesse, Gebeten sehr gut unterstuetzt. Wir sind Gustav-Adolf-Werk Frauenarbeit sehr dankbar, fuer die Hilfe in der Durchfuehrung des Seminars und die Moeglichkeit, Theologinnen von Sibirien und Aserbajdschan bis Kaliningrad und Tschernjakhowsk am Ostseeufer zu sammeln.


E.Bondarenko

Koordinatorin der Frauenarbeit der ELKER

„Die Kraft, die die Kirche erbaut“

XXII. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche 

Europäisches Russland (ELK ER)

 

Orenburg. „Wir widmen unsere Synode der Liebe. Unserem Tun und Streben muss die Liebe zu Grunde liegen. Die Kraft der Liebe ist die Kraft, die die Kirche erbaut, sie stark, einig und lebendig macht.“ Mit diesen Worten begrüßte der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELK ER) Dietrich Brauer die Synodalen und Gäste der XXII. Synode der ELK ER, die am 2.-3. April in Orenburg stattfand. 

 

Thema der Synode war das Wort Gottes aus dem 1. Johannesbrief 4,21: „Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.“ An der Eröffnung der Synode nahmen ökumenische Gäste und Leiter der Stadt- und Gebietsverwaltung teil. Der Vizegouverneur des Orenburger Gebietes Oleg Dimov betonte in seinem Grußwort, dass „Menschen lutherischen Bekenntnisses einen großen Beitrag zur Entwicklung des Orenburger Gebietes geleistet“ haben.

Von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Osten (ELK USFO) begrüßte die Synode im Namen des Bischofs Otto Schaude die Verwaltungsleiterin Tatjana Muramzewa.

 

An der Arbeit der Synode nahmen Partner aus der Landeskirche Sachsens teil: der stellvertretende Bischof Friedemann Oehme und Pastorin Claudia Wolf aus Kamenz. „Wir haben gern am Leben eurer Kirche teil, es ist uns wichtig, zu wissen, was euch beschäftigt“, bemerkte Oehme in seinem kurzen Grußwort. Bischofsvikar Norbert Hintz bezeugte den Versammelten die ständige Gebetsunterstützung der Partner aus dem Martin-Luther-Bund: „Ihre Siege machen uns froh, Ihre Niederlagen führen zu Führbitten.“

 

29 Synodale – Pröpste, Pastoren und Laien aus 12 Propsteien der ELK ER – erörterten zwei Tage lang die Fragen aus der Tagesordnung und fassten eine ganze Reihe von Beschlüssen. Die Synodale bestätigten die Berichte von Bischof Dietrich Brauer, von Verwaltungsleiter Viktor Weber, von der Revisionskommission; der Ausgaben- und Einnahmenplan für 2014-2015 wurde verabschiedet. Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Delegierten den Spenden aus den Propsteien für allgemeinkirchliche Bedürfnisse. Die Synode schuf eine ständige Bildungskommission, bestätigte die Amtskandidatin Elena Kurmyschowa als Koordinatorin des diakonischen Dienstes und die Amtskandidatin Vera Tkatsch als Koordinatorin der Jugendarbeit. 

 

Außerdem beschlossen die Synodalen, die Struktur der Wolga-Kama-Propstei zu ändern, und zwar die Gemeinden des Gebietes Uljanovsk dieser Propstei anzugliedern, und gleichzeitig eine aus den Gemeinden und Gemeindegruppen des Gebietes Samara bestehende Propstei Samara zu schaffen. Die Wolga-Kama-Propstei wird Pastor Wladimir Proworow leiten, die Propstei Samara - Pastorin Olga Temirbulatowa.

Viel Aufmerksamkeit widmete die Synode der Situation auf der Krim, zu der sie den Beschluss fasste, einen Brief an die Leitung der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine und an die Gemeinden der Krim zu senden.

 

Angesichts der im September 2014 anstehenden Generalsynode der ELK beschlossen die Synodalen der Synode der ELK ER, dem Generalkonsistorium der ELK Dietrich Brauer als Kandidaten für das Amt des Erzbischofs der ELK vorzuschlagen.

Schon das dritte Mal tagt die Synode der ELK ER nicht in Moskau, sondern in anderen Regionen: 2012 in Samara, 2013 in Novorossijsk und Krasnodar. Diese Tradition hat sich bewährt. Die Versammlung des höchsten Gremiums der Kirche in den Regionen stärkt die Autorität der lutherischen Kirche in Russland. Es ist hilfreich, sich direkt mit dem Zustand unserer Gemeinden bekannt zu machen, um rechtzeitige Entscheidungen zur Festigung der Kirche treffen zu können.

 

Mitteilung der Kanzlei des Erzbischofs, St. Petersburg 


Herzlich Willkommen in der Evangelisch-Lutherischen Kathedrale St. Peter und Paul in Moskau

Erklärung des kommissarischen Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands zur Situation in der Ukraine

 

Mit größter Beunruhigung beobachten wir die gespannte Situation zwischen den Brudervölkern Russlands und der Ukraine. Leider werden, wie es schon oft in der Geschichte war, die einfachen Menschen zu Opfern der politischen Auseinandersetzung der Führungsetagen. Wir sehen, dass die christlichen Denominationen beider Seiten eine innere Spaltung erleben. Es geschieht eine Brandmarkung, eine Radikalisierung der Ansichten, der Informationskrieg geht weiter. Sowohl im Westen wie auch in Russland wird die Situation in der Ukraine äußerst einseitig dargestellt. Anstatt die realen Gründe der Krise in der Ukraine zu analysieren, denken viele in Klischees und Schablonen und gebrauchen manchmal sogar die Rhetorik aus der Zeit des „Kalten Krieges“.

In der Situation der Regierungslosigkeit, die in der Ukraine entstanden ist, haben die Einwohner der Krim den Wunsch geäußert, sich Russland anzuschließen. Als Bürger der Russischen Föderation, die nach ihren Gesetzen leben, akzeptieren wir ihre Entscheidung. Aber dabei können wir die Zerstörung des Vertrauensverhältnisses zwischen Russen und Ukrainern dennoch nur mit Beunruhigung wahrnehmen. Wir beten zu Gott um Weisheit für alle, denen die Verantwortung übertragen ist, Entscheidungen zu treffen, von denen die Zukunft der Beziehungen der beiden Länder abhängt. Auch äußern wir die Hoffnung, dass die Einheit unseres Kirchenbundes trotz dieser Umstände gewahrt bleibt, und vertrauen darauf, dass unsere europäischen und amerikanischen Partner nicht zulassen, dass die einfachen Menschen unter der Spannungssituation zwischen Russland und der Weltgemeinschaft leiden.

Als Christen sind wir dazu berufen, nicht in Schablonen und Klischees zu denken, sondern Friedensstifter für die Menschen der ganzen Welt zu sein, Verkünder der Frohen Botschaft Christi, und mit Liebe zu handeln. Christus sagt: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ (Joh 14,27)

 

Gottesdienste

 

Sonntags um 11:30 Uhr - Zweisprachiger Gottesdienst in der Kathedrale

Donnerstags um 19:00 Uhr - Abendgottesdienst ( in russischer Sprache) 

Freitags um 18:00 Uhr - Abendanacht (in russischer Sprache)

1. Sonntag im Monat - Zweisprachiger Gottesdienst mit dem Hl. Abendmahl

Kindergottesdienste finden wärend der Sonntagsgottesdienste statt.

Gemeisames Singen 30 Minuten vor dem Sonntagsgottesdienst

 

Veranstaltungen der Gemeinde

Gebetskreis - Dienstags 18:00 Uhr

Bibelstunde - Dienstags 18:30 Uhr 

Frauentreffen - 1. und 3. Freitag jedes Monats 18:00 Uhr in der Kapelle (siehe die aktuelle russischsprachige Seite) 

Rentnertreffen "60+"  - 1x im Monat (siehe die aktuelle russischsprachige Seite)

Chorprobe - Samstags 17:00 Uhr

Sprechstunden des Pfarrers - Samstags 13:30 - 15:30 und Sonntags 13:00 - 17:00

 

Kontakte

Starosadskij per. 7/10 101000 Moskau

Tel./Fax.: (007 495) 628 53 36

Email: kirche.moskau@gmail.com


31. Oktober 2013
Predigt in der Stadtkirche
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Russland wurde in diesem Jahr besonders geehrt und beschenkt durch die Möglichkeit für Bischof Dietrich Brauer in der Luthers Predigtkirche in Wittenberg zum Reformationsfest zu predigen. In der überfüllten Stadtkirche spracht der Bischof über den neuen Anfang für die Kirche in Russland nach den Jahren des Wohlergehens und den Jahren der Repressionen, über die Freiheit aus dem Evangelium, die neu auffordert uns auf das reformatorische Erbe zu besinnen und neu Kirche Jesus Christi zu werden in und für diese Welt.   
Nach dem Gottesdienst fand ein feierlicher Umzug zur Thesentür der Schosskirche, wo Bischof Brauer den Abschlusssegen an die 500 Konfirmanden gesprochen hat.


 
31.Oktober 2013
Scheckübergabe am Reformationstag in Wittenberg
"Das ist sehr bewegend für uns in Wittenberg, dass kleine Gemeinden in der Wolgaregion, die ganz andere Sorgen haben, für uns in Wittenberg eine Kollekte mitgesamelt haben," sagte der Wittenberger Stadtpfarrer Dr. Block, nachdem Bischof Diterich Brauer aus Moskau stellvertretend für alle Partnerkirchen des GAW einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro im Gottesdienst zum Reformationstag übergab. Inzwischen ist es das dritte Mal, dass das GAW diese Solidaritätskollekte übergeben konnte. Inspirieren ließen wir uns von der paulinischen Kollekte für die jerusalemer Gemeinde. Die evangelische Gemeinde in Wittenberg muss sehr viel Geld selbst aufbringen. Damit ist sie alleine überfordert. Das GAW will hier helfen - das geschieht für uns weltweit! 
Die Stadt- und Pfarrkirche St. Marien der Lutherstadt Wittenberg ist Teil des UNESCO-Welterbes. Sie gilt als das älteste Gebäude der Stadt. Bekannt geworden als Predigtkirche Martin Luthers, ist sie eng mit dem reformatorischen Geschehen verbunden. Für Christen in aller Welt gilt sie als ein „evangelischer Pilgerort“, verbirgt jedoch auch Kunstschätze wie den von Lucas Cranach d.Ä. gestalteten Altar. Im Chorraum erinnert eine in den Boden gelassene Platte an die Aufbahrung des Leichnams von Gustav II. Adolf. Im Zusammenhang mit dem nahenden Reformationsjubiläum rückt die Stadtkirche auf besondere Weise in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Die Evangelische Stadtkirchengemeinde ist ein Zusammenschluss von evangelischen Kirchengemeinden in Wittenberg und Umgebung und zählt rund 4.000 Glieder. Ihre Hauptkirche ist die Stadt- und Pfarrkirche St. Marien.
 
Die Kirche hat sich nur wenig verändert, seitdem Martin Luther 1512 seine Professur an der Wittenberger Universität antrat. In der DDR-Zeit vernachlässigt, hat sich über Jahrzehnte hinweg ein erheblicher Sanierungsbedarf entwickelt. Bis zum Reformationsjubiläum 2017 soll die Kirche saniert werden. Schwerpunkt der ersten Jahre war die Sanierung der Außenhülle und des Dachs. Inzwischen haben Arbeiten im Inneren der Kirche begonnen. Das Gesamtprojekt umfasst sieben bis acht Millionen Euro und kann von der Kirchengemeinde nicht allein getragen werden. Das Gustav-Adolf-Werk möchte zur Sanierung von Luthers Predigtkirche bis 2017 jährlich mit 10 000 €, insgesamt mit 70 000 € beitragen und hat auch seine Partnerkirchen zu Spenden für das symbolträchtige Bauwerk aufgerufen.

GAW


30. Oktober 2013

Zu Gast im GAW der EKBO

Am 30. Oktober 2013 berichtete Bischof Dietrich Brauer (Moskau) von der Situation in der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Europäischen Russland. Über 50 Interessierte hatten sich im GAW in Berlin versammelt, um Näheres von den Gemeinden zu erfahren. Fragen gab es zum Beispiel zur Aus- und Weiterbildung, zu den Restitutionsbemühungen für bestimmte Kirchengebäude, zur Haushaltsplanung und zu den Beziehungen zur russisch-orthodoxen Kirche. Pröpstin Elena Bondarenko (Moskau) schilderte u. a. die Schwerpunkte der Frauenarbeit (Weltgebetstag, Seminare für Frauen sowie für Theologinnen). Mitglieder des Wolgabeirates berichteten von den Begegnungen in den Propsteien Saratow und Untere Wolga  (Wolgograd).

GAW-Berlin


Bischof Dietrich Brauer spricht ein Friedensgebet
Bischof Dietrich Brauer spricht ein Friedensgebet
 

18. Oktober 2013

Gebet für den Frieden unter den Völkern

Am Fuße des Denkmals fand ein Friedensgebet mit kirchlichen Vertretern aus den beteiligten Nationen statt. Es wurde ein Tag der Begegnung. Bischof Dietrich Brauer aus Moskau, Bischof Michael Bünker aus Wien und der ehemalige Straßburger Bischof Reinhard Wild nahmen teil.
GAW 

"Sie erkannten ihn am Brotbrechen"
Der Wunschtraum der Moskauer Lutheraner ist in Erfüllung gegangen: Endlich haben wir ein Altarbild! Wobei das Bild sich schon lange in der Kapelle der Hauptkirche befand, nachdem Pastor von Schlippees nach Russland gebracht hatte. Das Bild war unscheinbar, schwarz und schien manchmal sogar unnötig zu sein... wie Jesus damals in Emmaus lange unerkannt blieb - und die Mitarbeiter der Kanzleisuchten weiter nach einem Altarbild, um den Spitzbogen in der Kirche auszufüllen. Die Situation veränderte sich im Mai, als die Alexandra Morosova und Olga Dzhakulieva, Studentinnen derGlasunov-Akademie, an einem Donnerstag zum Gottesdienst in der Kapelle vorbeischauten. Sie erkannten das Bild auf den ersten Blick als altes Leinwandgemälde italienischen Stils aus dem 19.Jahrhundert. Die jungen Künstlerinnen und Restaurateurinnen zeigten sofort Interesse an dem schwarzen Bild in der Kapelle und boten an, es durch Entfernen der schwarzen Schicht und Lackieren inOrdnung zu bringen. Bei der Restauration stellte sich heraus, dass das Bild in der lutherischen Moskauer Gemeinde eine alte Kopie von Tizians "Mahl in Emmaus" ist - der Künstler des 19. Jahrhundertshat nur einen Teil von Tizians Werk wiedergegeben: Jesus am Tisch mit Brot und Wein. So wurde er wieder beim Brotbrechen erkannt... Am 1. September 2013 wird Bischof Brauer das Bild im Gottesdiensteinweihen. 

Besuch aus Amerika
Am 30. August 2013 besuchte Pastor Milton Ost, ehemals Dozent am Theologischen Seminar der ELKRAS, die Kanzlei der ELK ER. Milton Ost wurde von Dietrich Brauer, Bischof der ELK ER, empfangen. Es gabein informelles Gespräch bei einer Tasse Tee. 

Tag der Deportation und politischer Unterdrückung in Smolensk
Am 28. August 2013 fand in der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Smolensk ein Gedenkgottesdienst mit Abendmahl statt. Dort waren sowohl die Gemeindemitglieder als auch Gäste anwesend: derVorsitzende des Nationalitätenkongresses des Smolensker Gebietes, Vertreter der schaffenden Intelligenz von Smolensk, Pjotr Tkatsch, Pastor der Baptistengemeinde "Bethanien", sowie der DresdnerJournalist Christoph Springer, der die Partner der Zentralpropstei aus dem Kirchenbezirk Dresden Mitte vertrat. Eine besondere Freude war die Anwesenheit der Kinder der Gemeinde im Gottesdienst. HerrSpringer macht eine Motorradreise von Dresden nach Moskau mit Besuchen bei der Gemeinde in Grodno, dem Frauenseminar in Minsk und den Gemeinden in Smolensk, Jaroslavl und Moskau, wo am 1. Septemberim Gottesdienst ein Geschenk aus Dresden an die Organistin der Moskauer Hauptkirche Irina Schaschkova-Peterson übergeben werden wird (spezielle Schuhe zum Orgelspielen).

Der Gottesdienst wurde von Elena Bondarenko, Pröpstin der Zentralpropstei, gehalten. Nach dem Gottesdienst führte Olga Trautwein, Vorsitzende der Smolensker Gemeinde, das Programm zum Tag derDeportation weiter. Es endete mit der Präsentation eines Albums geistlicher Lieder von Russlanddeutschen mit einer von A.F. Naida aus der Smolensker Gemeinde zusammengestellten CD. Ein Exemplar desAlbums wurde nach Moskau weitergegeben. Der Abend wurde bei einer Tasse Tee in herzlichem Gespräch mit den Gästen abgeschlossen. Dieser Gedenktag fand im Gebäude der Baptistenkirche "Bethanien"statt, deren Gemeinde den Smolensker Lutheranern ständig ihre Räumlichkeiten für Gottesdienste zur Verfügung stellt, da die Gemeinde zur Zeit auf Beschluss der Direktion der Pferdesportschule, diesich im Gebäude der historischen lutherischen Kirche der Stadt befindet, keine Gottesdienste dort veranstalten kann.

Besuch aus Kassel in der Gemeinde von Jaroslavl
Wie schön es ist, wenn alte Freunde zu Besuch kommen! Vom 8. bis 11. August kamen Freunde aus Kassel zu Besuch in die Petri- und Pauligemeinde in Jaroslavl: Pastor Karl Leonhäuser mit seiner FrauAlmuth, der als Vorsitzender des "Fördervereins Kirchbau Ev. Gemeinde Jaroslawl" in Kassel schon lange Zeit die Restaurationsarbeiten am Gebäude der evangelisch-lutherischen Petri- und Paulikirche inJaroslavl unterstützt, und Pastorin Doris Krause, Vorsitzende des Gustav-Adolf-Werks in der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck. Der Besuch dieser Gäste begann mit einem Gebet um dieWiederherstellung der Kirche in den Wänden der noch nicht renovierten Kirche, wobei auch gesagt wurde, dass noch recht viele Anstrengungen nötig sind, damit die Gemeinde im Sommer 2015 für denEmpfang einer Orgel bereit ist. Die Orgel als ein besonderes Instrument in der Musikkultur wird die Gottesdienste und das Leben der Stadt zweifellos bereichern. Am nächsten Tag fand ein Treffen mitdem Kirchenvorstandsvorsitzenden Igor Fedder statt, bei dem die 2013 in der Kirche durchgeführten Arbeiten und der Arbeitsplan für 2014 erörtert wurden. Danach wurden I. Fedder und der Vikar I.Schirokov als Vertreter der Gemeinde zusammen mit den Gästen von der stellvertretenden Gouverneurin des Gebietes Jaroslavl Natalja Schaposchnikova empfangen. Während des Empfangs wurden die Problememit der Wiederherstellung des Gebäudes angesprochen, und den Vertretern der Gemeinde wurde von der Gebietsverwaltung Unterstützung bei der Rekonstruktion der Fassaden und beim Anschluss der Ver- undEntsorgungsleitungen zugesichert. Abgeschlossen wurde der Besuch der Gäste am Sonntag, 11. August, mit einem Abendmahlsgottesdienst. Der Gottesdienst wurde vom Gesang des Chors "Vosrozhdenie"("Wiedergeburt") begleitet, mit dem die Gemeinde schon viele Jahre befreundet ist. Nach diesem positiven Abschluss erwarten wir eine weitere fruchtbareZusammenarbeit. 

Herbstrundbrief des Bischofs

Liebe Schwestern und Brüder!

Die Sommerzeit geht zu Ende. Das neue Schul- und Studienjahr beginnt, und alles um uns erinnert uns daran, dass alles seine Grenzen, seinen Anfang und seinen Abschluss hat. Ichsageabsichtlich"Abschluss" und nicht "Ende", weil wir wissen, dass der Abschluss einer Sache den Anfang der nächsten eröffnet. 

Wenn wir meinen, alles würde welken und vergehen, spricht der Herr zu uns vom Wunder des Erwachens und der Erneuerung, das auf jeden Fall geschehen wird. 
Das Leben der Christen bleibt auch nicht stehen. Wir streben immer vorwärts, zu neuen Zielen mit neuer Kraft. Wenn wir uns mit dem Erreichten zufrieden gäben oder, noch schlimmer, wenn wirimmerzurückblickten, dann wären wir nicht mehr Christi Jünger und die Kirche wäre nicht mehr Kirche.

Anfang August fand in der Propstei Fernostrussland ein Seminar zum Thema "Kirche in der heutigen russischen Gesellschaft" statt. Meine Vorträge galten der Geschichte des Luthertums inRussland,dertheologischen Sinngebung der Begriffe Kirche und Gemeinde sowie der Frage nach der Selbstfinanzierung. Rektor Anton Tichomirov widmete seine Vorlesungen den Besonderheiten derlutherischenTheologieim Kontext einer sich verändernden Gesellschaft. Im Rahmen des Seminars gab es interessante Diskussionen, die vielfach ganz neue, in unserem Kreis bisher nichtangesprocheneAspekteberührten. 

Alles, was an diesen Tagen hier stattfand, war nach vorn gerichtet und zielte auf die Perspektive unserer Kirche am Ort ihrer Anwesenheit ab. Jeder Teilnehmer konnte darüber nachdenken, wasfüreinenPlatz er als Lutheraner im Kontext seiner Umwelt hat. Welche besonderen Aufgaben stellen sich ihm und seiner Gemeinde und Kirche?

Die Nordwestpropstei bereitet sich auf die Ankunft des neuen Propstes Michael Schwarzkopf vor, der am 27. Oktober dieses Jahres in sein Amt eingeführt werden soll. Die Kenntnis der Sprache und Traditionen Russlands isteineausgezeichneteGrundlage für einen gesegneten Dienst. Ich hoffe, dass dieser Dienst im Geist des Aufrufs Jesu Christi zur Verkündigung an alle Menschen ungeachtet ihrer Nationalität undKulturformstattfindenwird.

Zwei weitere neue Pastoren werden ihren Dienst in Moskau und Jaroslavl beginnen.Am 29. September wird Viktor Weber (der auch weiterhin seinen geistlichen Dienst mit administrativer Leitungsarbeit in der Kirche kombinieren wird)inderHauptkirche ordiniert, und in der Adventszeit Ivan Schirokov in der Petri- und Paulikirche der Stadt Jaroslavl. Beide Brüder haben in ihren Gemeinden aktiv zur Ehre Gottes als Vikaregearbeitetundwerden nun in Liebe und Gottesfurcht den Pastorendienst annehmen. 

In Kaliningrad hat Pröpstin Maria Goloschtschapova ihren Dienst begonnen. Zum ersten Mal wird diese große Region von einer Russin, Absolventin unseres Seminars, geleitet. Sie wirdmitschwerwiegendenFinanzproblemen konfrontiert werden und eine Menge Führungsaufgaben in der Propstei lösen müssen. Das ist wirklich ein schwieriger Dienst, wenn man berücksichtigt, dass inVielemwährend dieser Zeitauch eine Reform des ganzen Beziehungssystems mit den Partnern und den Gemeinden insgesamt abläuft. Ganz akut ist die Frage nach der Selbstfinanzierung der Gemeinden, derBezahlungder Mitarbeiterund nach Mitgliedsbeiträgen. Die Gründe dafür liegen nicht in irgendwelchen kleinen Fehlkalkulationen, sondern in einem Systemversagen und einer falschen Strategie. Als einederHauptaufgaben seheich einen engeren Zusammenschluss der Gemeinden und ihrer Partner um die gemeinsamen Aufgaben.

Und diese Aufgaben bestehen ja doch nicht so sehr in korrekt verfassten Rechenschaftsberichten und dem Sparen von Finanzmitteln (obwohl das zweifellos wichtig ist) als vielmehr in derErfüllungdesAuftrags Jesu Christi, "allen Menschen das Evangelium zu verkündigen". Alle unsere Ressourcen müssen wir auf die Erfüllung dieser höchsten Aufgabe richten. Bitte betet für die neuePröpstin undihrenDienst.

Während meiner zweiwöchigen Visitation habe ich Gemeinden in Kaliningrad, Selenogradsk, Gusev und Svetlyj besucht und dort Gottesdienste und Konfirmandenunterricht abgehalten. Am 13. April 2014 wird die feierlicheEinweihungdesneuen Gemeindehauses in der Stadt Svetlyj stattfinden. Außerdem fand in der Propstei vom 19.-25. August eine Finanzprüfung von Seiten der Partner statt. Die transparenteundverantwortungsvolleFinanzbuchführung stellte die Partner vollständig zufrieden.

Am 27. August fand ein Kolloquium für die Vikare statt. Das Vikariat war bei jedem sehr unterschiedlich verlaufen. Wir wissen, dass es Gemeinden und Propsteien gibt, die Pastoren benötigen.Aberdabeihat jede Gemeinde ihre Eigenheiten. Die gewachsenen Traditionen müssen berücksichtigt werden, wobei aber nicht alle förderlich für die Verkündigung des Evangeliums sind.
Aber selbst diese Traditionen müssen mit Liebe reformiert, nicht aber bei der ersten Begegnung verurteilt werden.
Nicht alle Gemeinden waren mit der Praxis der Vikare zufrieden, viele suchen noch nach ihren zukünftigen Pastoren. Um diese zu finden, müssen aber in erster Linie die Gemeindenselbertätigwerden.
Denn es ist ja wunderbar, wenn eine Gemeinde einen Pastor aufwachsen lassen, die Verantwortung für ihn übernehmen und mit ihm zusammen Gemeinde aufbauen kann.

Im Sommer gelang es, eine kostenintensive, aber notwendige Aktion durchzuführen: die komplexe Reinigung der Orgel der Hauptkirche in Moskau. Besonders gefährlich war der Baustaub, derwährendderBauarbeiten der 2000er Jahre in großen Mengen in die Orgel geraten war. Die Orgel hätte fachgerecht abgedeckt werden müssen, was aber nicht erfolgt war. Dadurch wurde das historischeInstrumentindiesen Jahren erheblich beschädigt. Bei den nun durchgeführten Arbeiten musste die Orgel vollständig auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt werden, aber jetzt hat sie dasLebenwieder.

Im Oktober erwartet mich eine Fahrt nach Leipzig und die Teilnahme an ökumenischen Veranstaltungen zum Jahrestag der Völkerschlacht.
Am 30. Oktober finden in BerlinGesprächemitdem Kirchenvorstand des Berliner Doms statt. Und am Reformationstag werde ich die Ehre haben, in der Marienkirche, der Stadtkirche von Wittenberg, zu predigen, in der Luther Diensttat.

Zum Abschluss möchte ich erstens die Losung für September zitieren, die uns wieder daran erinnert, dass wir trotz aller Sorgen und ungelösten Probleme zum freudigen und dankbaren Leben imHerrnberufensind: "seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke!" (Neh. 8,10). Zweitens möchte ich euch zum bevorstehenden Erntedankfest beglückwünschen! Euch und eurenGemeindenwünsche ichreichlich gute Früchte!

In Christi Liebe, 
euer
Bischof Dietrich Brauer


Weltgebetstag 2013

St.Petersburg

“Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen” - das ist das Thema des WGT 2013, der von Frankreich vorbereitet wird. Am 9. Februar fand Vorbereitungsseminar zum WGT in der Petrikirche in St.Petersburg statt. Die Teilnehmerinnen waren Schwestern aus der orthodoxen, methodistischen, katholischen Kirchen. Die Kirche-Organisatorin ist die Lutherische Kirche.

Moskau

Am 15. Februar 2013 fand das Vorbereitungsseminar in Moskau in der St.Petri-und-St.Paulikathedrale nach dem  Abendgebet statt. Das Ziel des WGT ist informiertes Gebet, ein besonderes Gebet  fuer die Menschen, die wir nicht kennen, mit denen wir sprachliche und kulturelle Unterschiede haben, aber wir versuchen einander kennenzulernen und die Grenzen mit Glauben und Mitgefuehl zu Bruedern und Schwestern in der Ferne zu ueberwinden. 

 

Aschenmittwoch 2013

Am 3. Februar 2013 haben sich Lutheraner zusammen mit anderen Vertretern der westlichen christlichen Konfessionen im Aschenmittwochsgottesdienst gesammelt. In Moskau in der St.Petri-und-St.Paulikathedrale hat der stellvertretende Erzbischof Dietrich Brauer den Gottesdienst gehalten. In seiner Predigt hat der Bischof akzentuiiert, dass 7 Wochen der Passionszeit die Zeit des Risiko ist, wie im Leben der biblischen Vaeter und Muetter des Glaubens, die dem Ruf Gottes gefolgt und das gewoehnliche Leben verlassen haben. Am Ende des Gottesdienstes haben alle Anwesenden das Zeichen des Kreuzes auf die Hand bekommen – das Symbol unserer Sterblichkeit, die dank der Gnade Gottes helle Auferstehung fuer die Glaeubigen wird. Es war eine Freude viele junge Leute im Gottesdienst zu sehen, die an diesem Winterabend in die Kirche gekommen sind. Das bedeutet, dass die moderne Jugend, trotz aller Unterhaltungen der Welt, ein tiefes Verlangen nach Gott haben, und dieses Verlangen ist nicht umsonst, weil Gott die Suchenden Selbst findet.  

 

Prospteitag in Wolgograd  

 Am 1. Februar fand der Tag der Propstei der Unteren Wolga statt, das Thema des Tages war: “Kinder des Lichtes”. Die Vertreter der Gemeinden in Wolgograd, Astrakhan, Kamischin, Lebjaschje, Elista haben zusammen mit Propst Stulberg und Bischof Dietrich Brauer ueber die Texte aus der Heiligen Schrift gearbeitet, wo es um Kinder des Lichtes ging. Nach der Arbeit in Kleingruppen hatten Brueder und Schwestern eine Moeglichkeit ueber eigene Erfahrung vom Sieg des Lichtes ueber die Dunkelheit zu erzaehlen. Am Ende des Propsteitages hat man fuer die Kirche und ihre Zukunft mit dem Herrn gebeten.  

 

70 Jahre der Stalingrader Schlacht  

Am 1.-2. Februar fanden Memorialveranstaltungen, die dem 70-jaehrigen Jubilaeum der Stalingrader Schlacht gewidmet wurden, in Wolgograd statt. Die Evangelisch-Lutherische Kirche wurde von Propst Stuhlberg und Bischof Dietrich Brauer vertreten. Das Programm enthielt einen Empfang bei dem Wolgograder Gouverneur, Teilnahme an der Parade und Niederlegung der Kraenze zum Memorial “Mamaj Huegel”. 

 

Feier beim Patriarch Kyrill  

Dank der Einladung der Heiligen Synode der Russischen Orthodoxen Kirche hat Bischof Dietrich Brauer Patriarch Kyrill zum 4.-jaehrigen Jubilaeum der Intronisation im feierlichen Empfang gratuliert. Im Namen aller Lutheraner in Russland hat der Bischof dem Haupt der Russischen Orthodoxen Kirche Kraft und Weisheit im Dienst gewuenscht. Der Patriarch hat seinem Bruder in Christus gedankt und versprochen, fuer die Brueder und Schwestern in der Lutherischen Kirche zu beten.  

 

Das Gebet fuer die christliche Einheit  

Am 21. Januar fand das oekumenische Gebet fuer die christliche Einheit in der Roemisch-Katholischer Kathedrale vom unbefleckten Empfaengnis statt. Die Losung der Veranstaltung war das Wort aus Micah 6:6-8: “Was will Gott von uns?” An der Veranstaltung nahmen Vertreter der katholischen, orthodoxen und protestantischen Kirchen teil. In seinem Grusswort hat Bischof Brauer die Hoffnung ausgedrueckt, dass Der Herr uns im Glauben zeigt, wie wir handeln muessen, und uns Liebe und Gnade schenkt uns uns demuetiges Leben beibringt. Im Gebet hat der Bischof gesagt: “Herr der Himmel und Erde, wir hoeren Deinen Heiligen Geist, Der uns zur Einheit ruft. Moegen wir aufmerksam zu Deiner Eingebung sein und einander hoeren”.  

 

Die Tagung im Rahmen der Nationalen Komittee des Lutherischen Weltbundes

Am 17. Januar 2013 gab es ein Arbeitstreffen in St.Petersburg mit dem Bischof der ingermanlaendischen Kirche Arri Kugappi. Bischof Dietrich Brauer, Rektor Anton Tikhomirow und Managerin der Kanzlei der ELK Marina Khudenko im Rahmen der Russischen Nationalen Komittee des Lutherischen Weltbundes haben sich getroffen. Die Teilnehmer haben Nachrichten ueber das Leben der Kirchen und weitere Partnerschaft in Ausbildung und gemeinsame Nutzung der Kirchenobjekte getauscht.  

 

Der neue Kurs am Theologischen Seminar  

Am 16. Januar war der Anfang des neuen Homiletik-und-Liturgikkurses am Theologischen Seminar, der Kurs dauerte bis zum 30. Januar. Die Eroeffnung des Kurses fand in der St.Katharinenkapelle des Seminars statt. In seiner Predigt hat sich Bischof Brauer die Studenten mit dem Wort aus Hebraeerbrief 13:14 angewandt und die Studenten gesegnet. Dann hat der Bischof mit Studenten gesprochen.  

 

Musikalischer Advent  

Am 15. Dezember fand Musikgottesdienst “Adventszeit” in der Kathedrale statt. Die beruehmten Advents- und Weihnachtslieder, Lesungen aus der Heiligen Schrift, die Predigt von Bischof Brauer ueber die Bedeutung des Advents waren die Hauptteile des Gottesdienstes. Am Ende des Gottesdienstes haben die Gemeindeglieder im Stehen beruehmte christliche Lieder gesungen.  

 

Einfuehrung von Elena Bondarenko ins Amt der Proepstin der Zentralen Propstei der ELKER 

Am 16. Dezember fand die Einfuehrung von Elena Bondarenko ins Amt der Proepstin der Zentralen Propstei in Moskauer St.Petri-und-St.Paulikathedrale statt. Der Segen wurde vom stellvertretenden Erzbischof Dietrich Brauer gespendet. Die Assistenten waren Leiter von GAW-Wuertthemberg Manfred Wagner, Professor des Neuen Testaments Ulrich Heckel, Pastor der Moskauer Gemeinde Andrey Bobilew, Pastorin der deutschen Botschaftsgemeinde Christina Schnepel.

Pastorin Elena Bondarenko hat als stellvertretende Proepstin des Gebiets mehr als ein Jahr gearbeitet. Smolensk und Jaroslawl, Stari Oskol und Kostroma sind die Staedte, wo sich die Gemeinden der Zentralen Propstei stattfinden. Die Zentrale Propstei hat keine klare Struktur und keinen staendigen Leiter fuer eine laengere Zeit. Elena Bondarenko hat viele Probleme getroffen: Fehlen des Gottesdienstraeume, Beduerfnis der Kapitalrestaurierung. Fehlen der Pastoren und Stabilitaet in Gemeinden. Die Arbeit dieses Jahres hat die Ergebnisse  gebracht: es gibt den Gottesdienstraum in Starij Oskol und Smolensk. In Jaroslawl geht die restaurierung weiter, und der neue Vikar arbeitet in der Gemeinde. Mehr wird in der Zukunft gemacht. Die Vertreter aus Jaroslawl und Smolensk und aus dem franzoesischen Teil der Gemeinde, wo Elena regelmaessig arbeitet, sind gekommen, um ihr zu gratulieren. Ein gutes Zeichen an diesem Tag war die Taufe eines Gemeindeglieds aus Smolensk.

Wir wuenschen Proepstin Elena Bondarenko gesegneten und erfreulichen Dienst!  

 

Der Bibeltag in der Kathedrale 

Am 13. Dezember, St.Andreastag, fand der Bibeltag in der St.Petri-und-St.Pauligemeinde in Moskau statt. Die leitenden Theologen, Philosophen und Dolmetscher aus Russland und auch auslaendische Gaeste haben sich in der Kathedrale gesammelt. Die Vortraege waren verschieden, man hat die Probleme der Uebersetzung und Quellen, soziale und kulturelle Kontexte, Verbindungen zwischen der Bibel und Literatur besprochen.  

Die finalen Vortraege wurden von deutschen Gaesten gemacht. Professor Ulrich Heckel hat den Vortrag “Die Taufe – protestantische Anschauung” gemacht, wo er die ausfuerliche historische Analyse des Sakramentverstaendnisses und der Sakramentbedeutung im Protestantischen Kontext gemacht hat.  

Professor Manfred Wagner hat einen interessanten Vortrag ueber das Thema “Maertyre in der Evangelischen Kirche” gemacht.

Nach dem Hauptteil gab es die Praesentation des Buchs von Ulrich Heckel und Peter Pokorni “Einleitung ins Neue Testament. Literatur und Theologie des Neuen Testaments”.