Mt.2,2-3.9-11

 

Als Jesus in Bethlehem geboren wurde, sind nach Jerusalem die drei Koenige gekommen, sie suchten nach dem neugeborenen Koenig der Judaea, weil sie seinen Stern gesehen haben und ihn anbeten wollten. 

 

In modernem Russland gibt es viele Sterne. Das sind die Sterne, die historische Denkmaeler schmuecken. Ein roter 5-eckiger Stern ist zum Symbol der Sowjetmacht geworden. Er wurde auf Fahnen und Medaillen dargestellt, auch auf Panzer und Waffen, auf administrativen Gebaeuden und dem Hauptsymbol Russlands – auf Moskauer Kreml. Diese Sterne habein ihre einzigartige Bedeutung verloren, sie formen jetzt ein Ensemble mit 2-koepfigen Adlern, Kreuzen der wiedergebauten Kirchen, Halbmond der Mochees und Synagogensternen. Aber es gibt nichts Merkwuerdiges in dieser Stadtlandschaft, weil Geschichte Geschichte ist, Tragoedien sind fuer die Geschichte ueblich. Man kann die schmerzhaften Momente und schwarzen Seiten der Geschichte des Landes und Volkes nicht wegreinigen, es gibt Wunden und offene Fragen. Russland hat das Blud der Maertyrer absorbiert, das ist wie Blut von Abel, das zu Himmel schreit und nach der Verheissung Jesu Christis auferstanden ist. 

 

Es gibt auch Menschen, die “Stars” werden, genauer, macht man sie zu diesen Sternen. “Stars” von Kino, TV, Musik und Kunst und Politik sind mehr als einfach Menschen. Wir idealisieren diese Menschen und stellen die nicht-existierenden Zuege dar. Diese Illusion wird auf einer Seite von der Not der Menschen in Idealen geformt, andererseits wird diese Illusion von Reklame und Propaganda unterstuetzt. Deshalb koennen beide – die talentierten Leute und Kriminelle zu “Stars” werden. Das Schlimmste ist wenn ein Star zum Idol wird, der Bewusstsein kontrolliert. Der Fall von so einer “Star” fuehrt zum Fall der Nachfolger. 

 

Und endlich schauen wir den Nachthimmel an. Wenn wir ins Dorf fahren, reicht es einen Blick auf Sterne um sie zu bewundern. Wie Immanuel Kant gesagt hat: “Zwei Sachen fuellen die Seele mit Bewunderung und Furcht – Sternenhimmel ueber mich und moralisches Gesetz in mir”. Ja, der Sternenhimmel wie die ganze Schoepfung ist voll der Gottes Herrlichkeit. Und wir sind darin jedes Mal sicher, wenn wir den Himmel oder Gewissen anschauen. 

 

Denselben Gedanke hatte der Psalmist, der fragt, wer der Mensch ist, wenn Gott Sich an ihn erinnert und ihn besucht.  

Vergleich von Schoepfungswunder mit dem sterblichen menschlichen Dasein ist merkwuerdig. Aber der Schoepfer Selbst bestimmt diese wichtige und verantwortliche Position fuer den Menschen. Er schenkt dem Menschen Seine Gestalt und Seine Charakterzuege. Das ist der Wille Gottes fuer jeden von uns. Gott macht uns fuer Seine Schoepfung verantwortlich. Er sieht uns wie Persoenlichkeiten an, die Sein heiliges Gestalt darstellen. Er stellt uns ueber viele namenlosen Sternen und hat Plan fuer jeden Menschen. Das Ziel dieses Plans ist nicht Stars oder Superhelden aus uns zu machen. Sein Wille ist uns vor Blindheit und Taubheit zu heilen.  

 

Wenn wir Gottes Gnade annehmen und Gott kennenlernen, werden wir geheiligt und bemerken die Sachen, die frueher fuer uns keine Bedeutung hatten. Die Bibel hoert auf, einfach ein Buch zu sein, und unser Leben wird vor uns im Licht der Gottes Rettung vorgestellt. Das Wort Gottes wird fuer uns dasselbe, wie die Lampe fuer einen Nachtwanderer. 

 

Wer waren diese Koenige, die dem Weihnachtsstern gefolgt haben? Waren es Wissenschaftler, die den richtigen Weg zum Geburtsort Jesu erfunden haben? Oder waren sie diejenigen, die der Stimme Gottes anvertraut haben und hatten eine grosse Freude? Sie haben richtige Prioritaeten in ihrer Weisheit gefunden. Sie haben unter vielen Stimmen die Gottesstimme gehoert, die sie nach Bethlehem gesandt hat.  

 

Heutzutage hoeren wir viele Stimmen der weisen Menschen und der Schwindler, es gibt viel Informationen, und es ist sehr schwierig zu sortieren. Es gibt keine Fuelle und Harmonie in unseren Staedten wie in uns selbst. Aber Gott laesst uns nicht allein, Er ruft uns zu Nachfolge, wie Er drei Koenige gerufen hat. Er bringt uns die gute Nachricht ueber Seine Naehe. Er hilft uns das Wichtige und Erfreuliche zu sehen. Die roten Sterne der vergangenheit und die Sterne der Modernitaet frustrieren uns nicht, der einzige Stern wird unseren Weg beleuchten und uns diesen Weg zu gehen hilft.  

 

Der Stern hat den Koenigen den Weg zu neugeborenen Christus gezeigt. Moege dieser Stern von Bethlehem uns von der Wert der Weihnachtsfeier erinnert. Moege dieser Stern unseren geistlichen Weg zu Christus beleuchten. Die Hilflosigkeit und Demut Christi bringen Befreiung und Sieg ueber das Boese, die Suende und den Tod. Moege Gottes Stern unseren Weg immer beleuchten, damit wir Kinder des Lichts waeren.